Leitbild

Dieses Leitbild wurde gemeinsamen von der Heimleitung und interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschrieben.

 

Es wird laufend den neuesten Erkenntnissen und Erfahrungen angepasst. Ebenso tragen Hinweise der Bewohnenden dazu bei, dass wir uns in jeder Hinsicht dem Wohl der Heimbewohnerinnen und den Heimbewohnern widmen können.

 

Das Leitbild soll uns ein richtungsweisendes Instrument sein.

 

1. Auftrag an das Heim

2. Bewohnerinnen und Bewohner

3. Dienstleistungen

4. Mitarbeitende

5. Führung und Organisation

6. Wirtschaftlichkeit

7. Lebensraum/Wohnqualität

8. Umwelt/Kontakte

 

Ethische Prinzipien

 

Wir leben im Heimalltag die ethischen Prinzipien. Wir wollen die Selbständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner fördern, ihre Ressourcen und Kräfte stärken, damit es ihnen möglich wird, eigene Perspektiven zu entwickeln, wir wollen ihnen nicht Schaden und ihnen gegenüber fair sein. Das bedeutet, dass wir Widersprüche angehen und gemeinsame Lösungen suchen.

 

 

 

1. Recht auf Würde und Achtung

Wir setzen uns dafür ein, dass in unserem Heim die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Würde und Achtung aller Menschen im Heim gewahrt werden.

 

2. Recht auf Selbstbestimmung

Wir anerkennen das Recht jedes Menschen im Heim auf grösstmögliche Selbstbestimmung.

 

3. Recht auf Information

Jeder Mensch im Heim hat das Recht, über alles, was ihn betrifft, ausführlich, verständlich und rechtzeitig informiert zu werden.

 

4. Recht auf Gleichbehandlung

Wir setzen uns dafür ein, dass das Leben im Heim frei von Diskriminierungen jeder Art ist.

 

5. Recht auf Sicherheit

Wir setzen uns für Sicherheit für alle im Heim ein.

 

6. Recht auf qualifizierte Dienstleistungen

Wir streben an, im Heim Dienstleistungen jeder Art auf einem guten Niveau zu bieten, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen

 

7. Recht auf Wachstum der Persönlichkeit

Wir setzen uns dafür ein, dass sich alle Menschen im Heim weiterentwickeln

können und dass sie aktiv an unserer Gesellschaft partizipieren und so gut wie möglich selbstständig leben können.

 

 

 

„angekommen zu sein“. Wir begegnen den Bewohnenden mit freundlichem, einfühlsamem und geduldigem Verhalten. Auch bei veränderter Selbständigkeit achten und wertschätzen wir sie im gleichen Masse wie zuvor. Wenn die Veränderungen grösser sein sollten, handeln wir nur in Zusammenarbeit mit Angehörigen, der Hausärztin/dem Hausarzt und der Erwachsenenschutz-Behörde. Bewegungseinschränkende Massnahmen berühren ein elementares Grundrecht, es gilt deshalb, solche Massnahmen nach Möglichkeit zu vermeiden. Allfällige bewegungseinschränkende Massnahmen werden wir nach Angemessenheit und Verhältnismässigkeit für die Person und Situation auswählen, und nur dann, wenn Alternativen geprüft und ausgeschöpft sind. Themen wie Liebe und Sexualität sehen wir als echte Herausforderungen und Anliegen einzelner Bewohnenden, die sie in verschiedenster Hinsicht noch selbst erleben möchten.

 

Am Lebensende ermöglichen wir, durch palliative Pflege und den rechtzeitigen Einbezug von Angehörigen und der Hausärztin/des Hausarztes, ein möglichst schmerzloses und würdevolles Sterben. Letztwilligen Verfügungen, die bei uns oder bei der Ärztin/beim Arzt deponiert sind, zollen wir grossen Respekt.

 

 

 

3. Dienstleistungen

 

Qualität und Ausmass der Angebote werden durch die Bewohnerinnen und die Bewohner mitbestimmt. Das Essen, das in der hausinternen Küche produziert wird, ist altersgerecht, ausgewogen, vielseitig und auf die Wünsche und die Bedürfnisse der Bewohnenden ausgerichtet. Die Mahlzeiten werden zur Hauptsache im Speisesaal serviert. Bewohnerinnen und Bewohner, die Hilfe beim Essen benötigen, werden durch Mitarbeiterinnen in der Stube betreut. Die Hauswirtschaft stellt eine

 

Arbeit führen nicht zu Verurteilungen, sondern werden als Chancen für nachhaltige Verbesserungen betrachtet. Wir bilden uns regelmässig weiter und informieren uns gegenseitig täglich in mündlicher und schriftlicher Form. Markante weisse und grüne Balken quer über die Ein- und Ausgangswege sollen die Mitarbeitenden täglich an die Aufteilung der Arbeitszeit und der Freizeit erinnern.

 

 

 

5. Führung und Organisation

 

Das oberste Organ des Alterswohnheim Dreilinden ist die Wohnheim Dreilinden AG. Das Organigramm regelt die Aufbauorganisation. Das Erreichen der Ziele wird regelmässig von der Heimleitung kontrolliert und entsprechend angepasst.

 

Die Vorgesetzten haben für die Mitarbeitenden stets ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Anliegen und unterstützen sie. Unser kleines Haus ist nicht in Abteilungen aufgeteilt, sondern wir arbeiten im ganzen Haus wie in einer Grossfamilie. Auf Grund der vielfältigen Aufgaben, die sich auf alle Mitarbeitenden in entsprechender Kompetenz verteilen, ist eine regelmässige Information der Vorgesetzten und der Mitarbeitenden in beiden Richtungen unabdingbar. Die Arbeits- und Anstellungsbedingungen sind fair und attraktiv und entsprechen der ortsüblichen Norm.

 

 

 

6. Wirtschaftlichkeit

 

Als privates Alterswohnheim ist der Betrieb in sich Selbständig. Wir führen eine geprüfte Buchhaltung inkl. der vom Krankenversicherungsgesetz vorgeschriebenen Kostenrechnung. Die Kosten werden – wenn immer möglich – nach dem Verursacherprinzip verrechnet. Generell wollen wir mit dem Geld der Bewohnerinnen und Bewohner haushälterisch umgehen.

 

8. Umwelt / Kontakte

 

Durch regelmässigen Gedankenaustausch mit Alters- und Pflegeheimen der Umgebung, den öffentlichen Ämtern und die Teilnahme an Verbandstätigkeiten betonen wir die Eingebundenheit unseres Heimes in der Region und in der gesamtschweizerischen Heimlandschaft. Interessierte Angehörige und zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner beraten wir umfassend über unser Haus und unsere Dienstleistungen.

 

Wir betrachten unsere Lieferanten als Partner und legen grossen Wert auf gute Qualität, hohe Servicebereitschaft und faire Preise.

 

Wir setzen unsere Energieträger und Rohstoffe (Strom, Erdöl, Wasser usw.), aber auch die Reinigungs- und Pflegemittel bewusst und sparsam ein. Die in der Küche verwendeten Lebensmittel werden saisongerecht in der Region eingekauft oder im eigenen Garten produziert. Abfälle wie Hausrat, Einlagen, Papier, Glas, Altöl, Metall, Textilien usw. werden getrennt gesammelt und entsorgt. Wir tragen unseren Maschinen, Geräten, Hilfsmittel und Einrichtungen Sorge, um eine möglichst lange Lebensdauer zu erreichen.

 

 Max Rüber, Heimleiter

 

Theres Püntener, Leiterin Betreuung und Pflege

 

November 2018

Unser Menschenbild. Das Menschenbild, das wir von den Bewohnenden haben, prägt unser Verhalten in der täglichen Arbeit entscheidend. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben alle ein reiches Lebenswerk hinter sich, das gezeichnet war durch Aufgaben, Pflichten und harte Arbeit. Ebenso aber auch durch Anerkennung, Freude, Erfolge und erlebte sowie gefühlte Gemeinsamkeiten. Einige versuchen auch im hohen Alter, diesen früheren Herausforderungen und Werten zu entsprechen. Andere suchen Ruhe, Geborgenheit und Sicherheit. Wiederum Andere suchen ein Zuhause um nicht allein zu sein. Allen ist aber gemeinsam, dass sie eine eigenständige Persönlichkeit sind, jede und jeder auf ihre, respektive seine Weise. Dies auch bei abnehmender Selbständigkeit. Es ist an uns, alle diese Ausdrucksweisen zu verstehen, zu respektieren und zu versuchen, sie unter einem Dach, miteinander zu betreuen und wohnen zu lassen. Die Begleitung der einzelnen Persönlichkeiten in der Gemeinschaft, soll eine Herausforderung und eine tragende Aufgabe für uns sein.

 8. Recht auf Ansehen der Menschen in Heimen und Institutionen

Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen im Heim in der Gesellschaft geachtet und ernst genommen werden.

 

 

1. Auftrag an das Heim

 

Wir bieten betagten und hilfesuchenden Menschen vor allem aus der Umgebung von Herisau, aber auch aus anderen Gebieten und Kantonen ein neues Zuhause. In unserer kleineren Gemeinschaft besteht für sie die Möglichkeit, den Lebensabend zu verbringen. Die angebotenen Dienstleistungen richten sich weitgehend nach den individuellen Bedürfnissen des einzelnen Bewohnenden. Unser geschultes Fach- und Assistenzpersonal ist bestrebt, ihre Erwartungen mit Einfühlungsvermögen und Professionalität zu erfüllen. Die Kultur unseres Hauses bietet Geborgenheit und Wärme. Gleichzeitig haben auch Haustiere einen gebührenden Platz in unserem Heim. Durch gemeinsame Veranstaltungen oder Beschäftigungen in kleineren oder grösseren Gruppen, fördern wir den Respekt, die Achtung und die Freundschaft zwischen den Bewohnenden. Mitarbeitende und die Heimleitung pflegen einen guten Kontakt zu Angehörigen, Behörden, Ärzten und Institutionen, die zum Wohle unserer Bewohnenden beitragen. Im Alterswohnheim Dreilinden wird bis zur Pflegestufe 7 gepflegt. Ab Stufe 8 ist eine Verlegung in ein anderes Heim notwendig. Menschen, welche an Demenz erkrankt sind, betreuen wir integrativ.

 

2. Bewohnerinnen und Bewohner

 

Nach dem Eintritt ins Alterswohnheim Dreilinden beginnt für alle Betroffenen eine Zeit des Kennenlernens. Dieser Phase rechnen wir einen respektablen, grossen Zeitraum ein. Er erscheint uns als äusserst wichtig, in Bezug auf die Vertrauensbildung und für das Gefühl

 

 

umfassende Sauberkeit der Räume und Zimmer sicher und besorgt die persönliche Wäsche wie die allgemeine Hauswäsche. Die Mitarbeitenden des Pflegebereiches betreuen, pflegen und unterstützen die Bewohnerinnen und Bewohner in ihren täglichen Verrichtungen. Wir erkennen die physischen, psychischen und kulturellen Bedürfnisse und leiten unsere Handlungen in der Pflege und Betreuung davon ab. Das Angebot in der Alltagsgestaltung richten wir nach den Wünschen, Bedürfnissen und Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner aus. Durch verschiedene Unterhaltungen und Veranstaltungen, fördern wir die geistigen, seelischen und körperlichen Fähigkeiten.

 

Dem Thema Mensch und Natur widmen wir uns speziell. Ein Garten mit Hochbeeten erfreut Mitbewohnende, die gerne pflanzen. Andere vergnügen sich im Park mit den Hühnern und den Ziervögeln. In Gruppen

oder auch einzeln, begleiten wir Interessierte mit Pferd und Wagen. Mit dem technischen Dienst stellen wir die Funktionalität der baulichen und technischen Anlagen sicher und überwachen die Abläufe, um die Sicherheit zu gewährleisten. In der Administration sorgen wir für einen reibungslosen Ablauf beim Eintritt. Wir sind präsent für Fragen und Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner, der Angehörigen und der Mitarbeitenden. Das Rechnungswesen ist transparent.

 

 

 4. Mitarbeitende

 

Es ist uns ein Hauptziel, dass die Bewohnenden mit unserer aller Arbeit zufrieden sind und uns ihr Vertrauen schenken. Dazu suchen wir individuelle Wege, in denen wir die beruflichen und die persönlichen Stärken jedes Mitarbeitenden nutzen und fördern. Die Zusammenarbeit ist geprägt durch gegenseitige Akzeptanz, Wertschätzung und Unterstützung. Fehler bei der

 

Bei Investitionen muss sichergestellt werden, dass die eingesetzten Beträge einen längerfristigen Nutzen und Substanzerhalt der Infrastruktur garantieren, oder der Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohnern dienen. Ein gutes Preis- / Leistungsverhältnis garantiert eine hohe Wettbewerbsfähigkeit.

 

 

 

 

7. Lebensraum / Wohnqualität

 

Die Wohnlichkeit unseres Heims wird geprägt durch gepflegte öffentliche Räume,

 

die in jahreszeitlich wechselnden Einflüssen geschmückt und dekoriert werden. In Zusammenarbeit mit Bewohnenden entstehen dabei oft Kreationen, die einmalig sind. Die stetig steigenden Ansprüche an wohnfreundlichere Infrastrukturen und tierfreundliche Möglichkeiten im Zusammenleben von Betagten, nehmen wir gerne an. (Parkanlage mit Volieren, Garten mit Hochbeeten, Balkone, Veranden, Fumoir, Sommergartenhaus, verschiedene Sitz- und Nutzungsecken im Haus). Das Kafi ist an den Nachmittagen bedient, es ist auch ein beliebter Treffpunkt für Bewohnende und Aussenstehende.

 

In allen Gemeinschaftsräumen und in den Zimmern werden Bewohnerinnen und Bewohnern, Getränke nach freier Wahl serviert. Haustiere wie z.B. Hunde, Katzen, und Vögel können nach Möglichkeit mitgebracht werden. Die Betreuung der Tiere wird mit den Bewohnenden besprochen. Die unterschiedlichen Zimmer können so weit wie möglich selbst eingerichtet werden. Ein Pflegebett wird vom Heim gestellt.



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