Leitbild

Dieses Leitbild wurde gemeinsamen von der Heimleitung und interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschrieben.

 

Es wird laufend den neuesten Erkenntnissen und Erfahrungen angepasst. Ebenso tragen Hinweise der Bewohnenden dazu bei, dass wir uns in jeder Hinsicht dem Wohl der Heimbewohnerinnen und den Heim-bewohnern widmen können.

 

Das Leitbild soll uns ein richtungsweisendes

Instrument sein.

                                                                                      

1. Auftrag an das Heim

2. Bewohner

3. Dienstleistungen

4. Mitarbeitende

5. Führung und Organisation

6. Wirtschaftlichkeit

7. Lebensraum/Wohnqualität

8. Umwelt/Kontakte

 

1. Auftrag an das Heim

Wir bieten betagten und hilfesuchenden Menschen vor allem aus der Umgebung von Herisau, aber auch aus anderen Gebieten und Kantonen ein neues Zuhause. In unserer kleineren Gemeinschaft besteht für sie die Möglichkeit, den Lebensabend zu verbringen. Die angebotenen Dienst-leistungen richten sich weitgehend nach den individuellen Bedürfnissen des einzelnen Bewohnenden. Unser geschultes Fach- und Hilfspersonal ist bestrebt, ihre Erwartungen mit Einfühlungsvermögen und Professionalität zu erfüllen. Die Kultur unseres Hauses bietet Geborgenheit und Wärme. Durch gemeinsame Veranstaltungen oder Beschäftigungen in kleineren oder grösseren Gruppen, fördern wir den Respekt, die Achtung und die Freundschaft zwischen den Bewohnenden. Mitarbeitende und die Heimleitung pflegen einen guten Kontakt zu Angehörigen, Behörden, Ärzten und Institutionen, die zum Wohle unserer Bewohnenden beitragen. Gleichzeitig haben auch Haustiere einen gebührenden Platz in unserem Heim.


2. Bewohner 

Nach dem Eintritt ins Alterswohnheim Dreilinden beginnt für alle Betroffenen eine Zeit des Kennenlernens. Dieser Phase rechnen wir einen respektablen, grossen Zeitraum ein. Er erscheint uns als äusserst wichtig, in Bezug auf die Vertrauensbildung und für das Gefühl „angekommen zu sein“. Wir begegnen den Pensionären mit freundlichem, einfühlsamem und geduldi-digem Verhalten. Auch bei veränderter Selbständigkeit achten und wertschätzen wir sie im gleichen Masse, wie zuvor. Wenn die Veränderungen grösser sein sollten, handeln wir nur in Zusammenarbeit mit Angehörigen, dem Hausarzt und der Erwachsenenschutz-Behörde. Themen wie Liebe und Sexualität sehen wir als echte Herausforderungen und Anliegen einzelner Bewohnenden, die sich in verschiedenster Hinsicht noch selbst erleben möchten. Am Lebensende ermöglichen wir, durch palliative Pflege und den rechtzeitigen Einbezug von Angehörigen und des Hausarztes, ein möglichst schmerzloses und würdevolles Sterben. Letztwilligen Verfügungen, die bei uns oder beim Arzt deponiert sind, zollen wir grossen Respekt.


3. Dienstleistungen

Qualität und Ausmass der Angebote werden durch die Bewohnerinnen und den Bewohnern bestimmt. Das Essen, das in der Haus internen Küche produziert wird,  ist ausgewogen, vielseitig und auf die Wünsche und die Bedürfnisse der Bewohnenden ausgerichtet. Die Mahlzeiten werden zur Hauptsache im Speisesaal serviert, eine kleine Gruppe, die Hilfe beim Essen benötigt, wird in der Stube betreut. Auch Zimmerservice kann, wenn nötig oder gewünscht, angeboten werden. Die Lingerie sorgt für Sauberkeit der Wäsche. Der Hausdienst reinigt sämtliche Zimmer und öffentliche Räume der Pensionärinnen und Pensionären nach festem Plan, oder nach Bedarf. Die Mitarbeitenden des Pflegedienstes betreuen, pflegen und unterstützen unsere Betagten in ihren täglichen Verrichtungen nach zeitgemässen Pflege- und Betreuungsgrund-sätzen. Der eingeschränkten Mobilität begegnen wir mit internen und externen Begleitimpulsen. Dem Thema Mensch und Natur widmen wir uns speziell. Ein Garten mit Hochbeeten erfreut Mitbewohnende, die gerne pflanzen. Andere vergnügen sich im Park mit den Hühnern und den Ziervögeln. In Gruppen, oder auch einzeln, begleiten wir Interessierte mit Pferd und Wagen. Durch die verschiedensten Unterhaltungen, Mithilfen beim Rüsten, musischen Aktivitäten und Veranstaltungen, fördern wir die geistigen, seelischen und körperlichen Fähigkeiten.


4. Mitarbeitende

Es ist uns ein Hauptziel, dass die Bewohnenden mit unserer aller Arbeit zufrieden sind und uns ihr Vertrauen schenken. Dazu suchen wir individuelle Wege, in denen wir die beruflichen und die persönlichen Stärken jedes Mitarbeitenden nutzen. Das Mitarbeiterteam wird durch gegenseitige Akzeptanz, Wertschätzung und Zusammenarbeit getragen. Es ist uns bewusst, dass eine konzentrierte, frische Präsenz, dem Team und den Bewohnenden zu Gute kommt. Fehler bei der Arbeit führen nicht zu Verurteilungen, sondern werden als Chancen für nachhaltige Verbesserungen betrachtet. Wir bilden uns regelmässig weiter und informieren uns gegenseitig täglich in mündlicher und schriftlicher Form. Markante, weisse und grüne Balken, quer über die Ein- und Ausgangswege, erinnern die Mitarbeitenden täglich an die Aufteilung zwischen der Arbeitszeit und der Freizeit.


5. Führung und Organisation

Das oberste Organ des Heimes ist die Generalversammlung der Wohnheim Dreilinden AG. Das Organigramm führt durch die Aufgabenteilung und die Zuständigkeiten der betreffenden Mitarbeitenden. Das Erreichen der Ziele, die im Leitbild festgehalten sind wird regelmässig von der Heimleitung kontrolliert und entsprechend angepasst.

Die Vorgesetzten haben für die Mitarbeitenden stets ein offenes Ohr für ihre Sorgen, Anliegen und Forderungen und unterstützen sie tatkräftig. Unser kleines Haus ist nicht in Abteilungen aufgeteilt, sondern wir arbeiten im ganzen Haus wie in einer Grossfamilie. Auf Grund der vielfältigen Aufgaben, die sich auf alle Mitarbeitenden in entsprechender Kompetenz verteilen, ist eine regelmässige Information der Vorgesetzten und der Mitarbeitenden in beiden Richtungen unabdingbar. Die Arbeits- und Anstellungsbedingungen sind fair und attraktiv und entsprechen der ortsüblichen Norm.


6. Wirtschaftlichkeit

Als privates Alterswohnheim ist der Betrieb in sich Selbständig. Wir führen eine geprüfte Buchhaltung inkl. der vom KVG vorgeschriebenen Kostenrechnung. Die Kosten werden – wenn immer möglich – nach dem Verursacherprinzip verrechnet. Generell wollen wir mit dem Geld unserer Pensionäre haushälterisch umgehen. Bei Investitionen muss sichergestellt werden, dass die eingesetzten Beträge einen längerfristigen Nutzen und Substanz-erhalt der Infrastruktur garantieren, oder der Verbesserung  der Wohn- und Lebensqualität unserer Bewohnerinnen und Bewohnern dienen. Ein gutes Preis- / Leitungsverhältnis garantiert eine hohe Wettbewerbsfähigkeit.

 

7. Lebensraum/Wohnqualität

Die Wohnlichkeit unseres Heims wird geprägt durch gepflegte öffentliche Räume,die in jahreszeitlich wechselnden Einflüssen geschmückt und dekoriert werden. Die stetig steigenden Ansprüche an wohnfreundlichere Infrastrukturen und tierfreundliche Möglichkeiten im Zusammenleben von Betagten, nehmen wir gerne an. (Parkanlage mit Volieren, Garten mit Hochbeeten, Balkone, Veranden, Fumoir, Sommergartenhaus, verschiedene Sitz- und Nutzungsecken im Haus)

In allen Gemeinschaftsräumen  werden Besuchern wie Bewohnerinnen und Bewohnern, Getränke nach freier Wahl serviert. Haustiere wie z.B. Hunde, Katzen, und Vögel können nach Möglichkeit mitgebracht werden. Die Betreuung der Tiere wird mit den Bewohnenden besprochen und so einen für alle akzeptablen Betreuungsschlüssel gefunden, der Mensch und Tier gerecht wird. Die unterschiedlichen Zimmer können so weit wie möglich selber eingerichtet werden. Ein Pflegebett wird vom Heim gestellt.

 

8. Umwelt / Kontakte

Durch regelmässigen Gedankenaustausch mit Alters- und Pflegeheimen der Umgebung, der öffentlichen Ämtern und die aktive Teilnahme an Verbandstätigkeiten betonen wir die Eingebundenheit unseres Heimes in der Region und in der gesamtschweizerischen Heimlandschaft. Interessierte Angehörige und zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner beraten wir umfassend über unser Haus und seine Dienstleistungen.

Wir betrachten unsere Lieferanten als Partner und legen grossen Wert auf gute Qualität, hohe Servicebereitschaft und faire Preise.

 

Wir setzen unsere Energieträger und Rohstoffe (Strom, Erdöl, Wasser usw.), aber auch die Reinigungs- und Pflegemittel bewusst und sparsam ein. Die in der Küche verwendeten Lebensmittel werden der Gästezahl entsprechend und saisongerecht in der Region eingekauft, oder im eigenen Garten selber produziert. Sie werden mit Hingabe schmackhaft, altersgerecht, dosiert und schonen zubereitet. Abfälle wie (Hausrat, Einlagen, Papier, Glas, Altöl, Metall, Textilien etc.) werden getrennt gesammelt und den entsprechenden Abfuhren übergeben. Wir tragen unseren Maschinen und Einrichtungen Sorge, um eine möglichst lange Lebensdauer zu erreichen.

Unser Menschenbild. Das Menschenbild, das wir von unseren Bewohnenden haben, prägt unser Verhalten in der täglichen Arbeit entscheidend. Unsere Pensionäre haben alle ein reiches Lebenswerk hinter sich, das gezeichnet war durch Aufgaben, Pflichten und harte Arbeit, aber auch Anerkennung, Freude, Erfolge und erlebte, sowie gefühlte Gemeinsamkeiten. Einige versuchen auch im hohen Alter, diesen früheren Herausforderungen und Werten zu entsprechen. Andere suchen Ruhe, Geborgenheit und Sicherheit. Wiederum Andere suchen ein zuhause um nicht alleine zu sein. Allen ist aber gemeinsam, dass sie eine eigenständige Persönlichkeit sind, jede auf ihre Weise, auch bei abnehmender Selbständigkeit. Es ist an uns, alle diese Ausdrucksweisen zu verstehen, zu respektieren und zu versuchen, sie unter einem Dach, miteinander zu betreuen und wohnen zu lassen. Die Begleitung der einzelnen Persönlichkeiten in der Gemeinschaft,  soll eine Herausforderung und eine tragende Aufgabe für uns sein.